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Über uns

Unser Stamm

Der Stamm Hademare ist eine eigenständige Jungengruppe innerhalb des Deutschen Pfadfinderbundes und in Hemer (NRW) beheimatet. Der Name Hademare bedeutet wörtlich übersetzt „Wo das Wasser fließt“. Hademare ist die alte Bezeichnung für Hemer. Erstmals wurde der Name Hademare im Jahr 1072 erwähnt, als der Erzbischof Anno II. von Köln dem neu gegründeten Kloster Grafschaft beträchtliche Liegenschaften übertrug. Zu dieser Zeit bestand Hemer aus zwei Höfen und einer Kirche, der Vitus-Kirche.

Unser Wappen  symbolisiert unsere Herkunft:

Die drei goldenen Wolfshkaken auf schwarzen Grund stehen für die Stadt Hemer in Anlehnung an das Stadtwappen. Die roten und weißen Quadrate des märkischen Schachbalken stehen für den Märkischen Kreis. Für das Bundesland Nordrhein-Westfalen, und dessen Teil Westfalen steht das silberne westfälische Pferd auf rotem Grund.

    Unser Bund

    Der Deutsche Pfadfinderbund (DPB) ist ein unabhängiger, interkonfessioneller und bündisch geprägter Pfadfinderbund, er dient gemeinnützigen Zwecken, wird ehrenamtlich getragen und ist Mitglied des Ringes junger Bünde (RjB).

    Der Deutsche Pfadfinderbund ist...

    • ein Pfadfinderbund, der das Pfadfindergesetz zur Grundlage seines Handelns macht, der im Geiste und in den Formen der weltweiten Bruderschaft lebt und seinen Weg in ein freies, weltoffenes Menschentum sucht;
    • ein autonomer Bund, wurzelnd in den Menschenrechten und in der Grundordnung unseres Landes, von niemandem abhängig und keinem verpflichtet als unserem Gewissen und Gesetz;
    • bündische Jugend, die aus innerer Bindung Gemeinschaft bildet und die ihr Leben aus eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung und mit innerer Wahrhaftigkeit führt.

    Der heutige Deutsche Pfadfinderbund wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von Walther Jansen (genannt Michael) in Berlin gegründet. Es gab zwar vor dem Krieg einen "Deutschen Pfadfinderbund" (DPB 1911). Dieser hat jedoch mit dem heutigen DPB kaum mehr als den Namen gemeinsam. Der heutige DPB steht mehr in der Tradition der "Reichsschaft Deutscher Pfadfinder", der viele der ersten Führer des Bundes angehörten.

    Bald nach seiner Gründung, dehnte sich der DPB nach Westdeutschland aus. Heute hat er etwa 2500 Mitglieder und Gruppen in vielen Teilen Deutschlands. Regionale Schwerpunkte sind Berlin, Nordrhein-Westfalen und Franken.

    Die Pfadfinderbewegung

    Die Pfadfinderbewegung wurde bereits 1907 durch den Engländer Baden-Powell ins Leben gerufen. Dieser hatte in seinen Kriegseinsätzen gelernt, dass Jugendliche, wenn man ihnen nur etwas zutraut, durchaus in der Lage sind verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. ER wollte eine Erziehungsbewegung erreichen, die die Förderung der Entwicklung junger Menschen zum Ziel hat, damit diese dann Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen können. Das erste Pfadfinderlager fand im Sommer des Jahres 1907 auf der Insel Brownsea (in der Nähe von Pool in Südengland) statt. An diesem ersten Lager nahmen, was in der damaligen Gesellschaftsordnung eine Sensation war, 22 Jungen aus allen sozialen Schichten teil. Baden-Powell legte schon damals Wert darauf, dass alle Jungen eine einheitliche Kluft tragen, um die sozialen unterschiede zu verdecken und in den Hintergrund zu rücken.

    Durch die Übersetzung des Buches „Scouting for Boys“, in welchem Baden-Powell 1908 die Pfadfinderfertigkeiten beschrieben hatte und den Grundsatz „Learning by doing“ formulierte, kam die Pfadfinderbewegung auch nach Deutschland. Eine der wohl wichtigsten Botschaften, verfasste B.P., der 1941 in Kenia verstarb, in seinem Abschiedsbrief an die Pfadfinder. Er fasste die Grundidee des Pfadfindertums in einem Satz zusammen: "Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt."

    Die Pfadfinderbewegung breitete sich von England rasch in alle Welt aus. Ab 1910 gab es auch Pfadfindergruppen für Mädchen.

    Die ersten Pfadfindergruppen in Deutschland wurden 1909 gegründet. Sie standen allerdings sehr stark unter dem Einfluss der Erwachsenen. Viele Pfadfinderführer der ersten Tage waren Offiziere der kaiserlichen Armee, so dass es in den Gruppen besonders streng und straff organisiert zuging.

    Die Deutsche Jugendbewegung

    Während in den meisnten Ländern die Pfadfinderverbände bis zum 2. Weltkrieg sich eng an das englische Ausbildungsystem und Scouting for Boys angelehnt weiterentwickelten, schlug das deutsche System durch den Kontakt mit der Wandervogelbewegung einen besonderen Weg ein: Es wurde Teil der deutschen Jugendbewegung und in den deutschen Pfadfinderverbänden verschmolzen gleichsam die Ideen des englischen Scoutismus und der Wandervogel-Bewegung.

    Im Gegensatz zu den strengen Formen des Scoutismus, versuchte die um die Jahrhundertwende in Berlin-Steglitz ins Leben gerufene Wandervogelbewegung, dem autoritäten Druck der bürgerlichen Gesellschaft der Kaiserzeit entgegenzuwirken, indem ihre Mitglieder Wanderungen und Fahrten in die freie Natur unternahmen, um dort ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Als Gegenveranstaltung zur 100-Jahr-Feier der Völkerschlacht bei Leipzig fand 1913 auf dem Hohen Meißner bei Kassel der erste Freideutsche Jugendtag statt. Hier wurde die Meißner Formel formuliert, die auch für den DPB heute noch eine große Bedeutung hat:

    Die Freideutsche Jugend will 
    nach eigener Bestimmung, 
    vor eigener Verantwortung, 
    in innerer Wahrhaftigkeit 
    ihr Leben gestalten.

    Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges fand das Wandervogel-Leben ein jähes Ende.

    Die Bündische Jugend

    Nach dem Ersten Weltkriege entstanden überall in Deutschland Gruppen, die die an sich widersprüchlichen Grundideen der Pfadfinder- und Wandervogelbewegung vereinten und die man als "bündische Jugend" bezeichnete.

    Von der Pfadfinderbewegung überhamen diese Gruppen den Erziehungsanspruch, ihre Mitglieder zu selbstbestimmten, verantwortungsvollen Menschen zu erziehen. Aus der Wandervogelbewegung stammte die Art zu leben, auf "wilde" und abenteuerliche Fahrten zu gehen, anstatt die Freizeit in streng organisierten Lagern zu verbringen. Von der Jugendbewegung stammte auch das Ideal der Selbstbestimmung der einzelnen Gruppen. Typisch für die bündische Jugend war auch die Einsicht, dass die Zeit des Lernens und der persönlichen Entwicklung nicht nur auf die Jugendzeit beschränkt ist. Daher verstanden und verstehen sich viele Bünde als Lebensbund, die Erwachsene nicht als Leiter und "Aufpasser" für die Jugendlichen ansahen, sondern als integralen Bestandteil der eigenen Gemeinschaft.

    Diese in der Bündischen Jugend entwickelte Geisteshaltung des selbstbestimmenden Menschen passte nach der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahr 1933 nicht zu den Ideen der neuen Machthaber. Dies führte dazu, dass alle Gruppen der bündischen Jugend nach und nach verboten wurden.

    Die Grundideen der bündischen Jugend sich heute noch die geistigen Wurzeln des Deutschen Pfadfinderbundes, welcher kurz nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde.